Vergoldete Schrauben sind selten – und das aus gutem Grund. Sie kommen nicht dort zum Einsatz, wo es auf reine Mechanik ankommt, sondern überall dort, wo Zuverlässigkeit, elektrische Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit entscheidend sind.

Warum werden Schrauben vergoldet?

Gold besitzt einige besondere materialtechnische Eigenschaften:

–Hervorragende Korrosionsbeständigkeit – Gold oxidiert nicht und bleibt dauerhaft stabil

–Hohe elektrische Leitfähigkeit – insbesondere an Kontaktflächen

–Chemische Reaktionsträgheit – ideal für sensible Umgebungen

Diese Eigenschaften machen vergoldete Schrauben und Kontaktbauteile interessant für Anwendungen in der Elektronik, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie in der hochpräzisen Mess- und Sensortechnik. Überall dort, wo selbst minimale Übergangswiderstände oder Korrosion zu Funktionsstörungen führen könnten, ist Gold eine bewährte Lösung.

Was man dabei beachten sollte

–Kostenfaktor: Goldbeschichtungen sind vergleichsweise teuer und werden daher gezielt eingesetzt.

–Schichtdicke: Die Goldschicht ist extrem dünn (typischerweise im Mikro­meterbereich) – es handelt sich um eine funktionale Beschichtung, nicht um massives Material.

–Mechanische Belastung: Vergoldete Schrauben sind nicht für hochbelastete oder stark reibende Verschraubungen gedacht. Die Goldschicht kann unter mechanischer Beanspruchung beschädigt werden.

Schraubikons Fazit

Vergoldete Schrauben zählen zu den exklusivsten Verbindungselementen. Man begegnet ihnen selten – aber immer dort, wo höchste technische Anforderungen gelten und selbst kleinste Details über Funktion oder Ausfall entscheiden.