
Wenn über Qualität in der Automobilindustrie gesprochen wird, stehen meist Fahrzeuge, Bauteile und Produktionsprozesse im Fokus. Dabei wird oft übersehen, wie entscheidend die begleitenden Dienstleistungen sind. Genau hier setzt die VDA 6.2 an.
Der vom Verband der Automobilindustrie entwickelte Standard richtet sich speziell an Dienstleister im Automotive-Umfeld – etwa in den Bereichen Logistik, Service, Engineering, Prototypenbau oder Handel. Als Erweiterung der ISO 9001 betrachtet VDA 6.2 nicht nur das Vorhandensein eines Qualitätsmanagementsystems, sondern vor allem dessen Wirksamkeit im täglichen Geschäft.
Im Mittelpunkt stehen klar geregelte Führungs- und Planungsprozesse, qualifizierte Mitarbeitende, geeignete Ressourcen sowie eine strukturierte Erbringung der Dienstleistung – inklusive der Steuerung externer Partner. Ebenso wichtig sind ein professioneller Umgang mit Reklamationen, die systematische Erfassung der Kundenzufriedenheit und der kontinuierliche Verbesserungsprozess.
Warum das Ganze? Weil auch Dienstleistungen maßgeblich die Qualität eines Fahrzeugs und die Zufriedenheit des Kunden beeinflussen. Während für Teilelieferanten meist die IATF 16949 vorgeschrieben ist, gilt VDA 6.2 für viele Dienstleistungen als Qualitätsmaßstab im Automotive-Bereich – und wird zunehmend direkt von Kunden gefordert.
Fazit: VDA 6.2 zeigt, dass Qualität nicht am Bauteil endet. Sie zieht sich durch alle Prozesse und Services entlang der Wertschöpfungskette. Wer nach VDA 6.2 arbeitet, beweist: Qualität ist hier kein Zufall, sondern System.